Feuerlöscher
Alle zehn Minuten bricht irgendwo in Deutschland ein Brand aus. Die verheerende Bilanz von Wohnungsbränden in einem einzigen Jahr: 600 Tote, 10.000 Verletzte und ein Schaden von mehreren Milliarden Euro. Dabei lassen sich Brände in ihrer Entstehungsphase fast immer mit einem Feuerlöscher erfolgreich bekämpfen.
In jeder Wohnung wie auch in jedem Büro oder anderweitigen Gewerbebau
gibt es Gefahrenquellen. Um einen Brand zu entfachen, bedarf es nicht
unbedingt einer offenen Flamme - bereits hohe Temperaturen können
ihn auslösen. Zum Ausbruch eines Feuers kann es überall dort kommen,
wo eine Zündquelle mit brennbaren Materialien in Verbindung kommt
- dies können Tapeten und Vorhänge ebenso wie Holz, Textilien oder
Kunststoffe sein. Insbesondere veraltete, defekte oder dauerhaft im
Stand-By-Betrieb laufende Elektrogeräte wie Fernseher, Computer oder
Drucker stellen eine oft unterschätzte Gefahr dar. Das gilt vor allem,
wenn ihre Lüftungsschlitze durch Zeitschriften und Papier verdeckt
sind und sich ein Wärmestau entwickelt. Da die Geräte permanent Wärme
abgeben, entstehen so schnell Schwel- oder Kabelbrände, die sich dann
zu einem Vollbrand ausweiten und das gesamte Gebäude erfassen können.
Ein entstehender Brand lässt sich mit einem Feuerlöscher fast immer
gezielt löschen.
In jedem zweiten deutschen Haushalt befindet sich ein Feuerlöscher. Hiervon wurde jedes dritte Gerät in den letzten drei Jahren angeschafft. Dies ist das Ergebnis einer Brandschutz-Studie des bvbf Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. Allerdings wird nicht jedes der vorhandenen Geräte regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit überprüft.
Damit der Feuerlöscher auch tatsächlich einsatzbereit ist, ist alle 2 Jahre eine sachkundige Prüfung durch einen anerkannten Fachbetrieb unerlässlich. Sie stellt sicher, dass der Feuerlöscher und die Lösch- und Treibmittel in einwandfreiem Zustand sind.
Da ein Feuerlöscher das Löschmittel mit hoher Schlagkraft auf den Brandherd wirft, achtet der Kundendienst-Mitarbeiter ganz besonders auf deren Beschaffenheit. Er öffnet den Behälter, untersucht die Konsistenz der Löschmittel und prüft den Innendruck. Im weiteren Verlauf kontrolliert er sämtliche Dichtungen sowie den Stahlmantel auf Beschädigungen und Materialermüdung. Festgestellte Mängel werden vor Ort sachgemäß behoben. Dieser Sicherheits- und Funktions-Check gewährleistet, dass der Feuerlöscher für zwei weitere Jahre funktionstüchtig und im Notfall einsatzbereit ist.
Wurde ein Feuerlöscher länger als zwei Jahren nicht mehr gewartet, sollte man einen Brandschutz-Fachbetrieb benachrichtigen. Angefangen bei der Beratung, über die passende Geräteauswahl bis hin zur Einweisung in die richtige Handhabung bieten sie einen umfassenden Service. Zudem stellen sie sicher, dass das Gerät alle zwei Jahre sachkundig geprüft wird.